Beschießen der Armbruste im Auftrag der Stadt

Wie vom Rat der Stadt Nürnberg beauftragt, trafen sich am Tag vor Rogate (28. April 1380), die Herren Boppo Ohse, Sebald Hayd und der junge Andres Mangold auf dem Schießplatz vor der Stadt, um drei vom selbigen Rat bestellte Armbruste zu beschiessen.
Sie verzehrten dabei einige gebratene Hähnchen und ein kleines Fass Bier, wofür sie die Unkosten vom Rat erstattet bekommen haben, sowie auch für die Bezahlung des mitgebrachten Knechtes.
Die Armbruste gingen anschließend in das Eigentum der Stadt Nürnberg über.

Frei nach einer Frankfurter Quelle, um 1374:
“30s vertzerten Hertwig Wiesze, Gipel zum Eber, Henne vom Widdel, Henne Clobelauch, Heinz von Holtzhusz als sie dryssig armbrust beschossen, die Wildenstein machte unde auch den knechtes, die sie drugen, zue dringgelde”
(Rathgen 1928, S.645 / Richter, Die Hornbogenarmbrust, S.123)

Auf dem Schießanger

Zuerst der Herr Boppo Ohsel

...danach der Herr Sebald Hayd

Der Knecht zeigt die Treffer an....nochmals der Herr Ohsel

Nun lassen sie auch den jungen Andres Mangold ran...

Gut geschützt, wartet der Knecht auf den nächsten Treffer

Der Kecht wartet auf die weiteren Treffer