Anschließend an die Messe an Jakobi sind wir mit Freunden für einen gemeinsamen Spaziergang verabredet. Wir fühlen uns sichtlich wohl und sind froh dem städtischen Treiben wieder einmal entkommen zu können.
Rund 70 arbeitsfreie Feiertage waren neben den Sonntagen im Jahresablauf des späten 14. Jahrhunderts zu finden. Anders als in der heutigen Zeit ist der Urlaub, ob bezahlt oder unbezahlt, dem mittelalterlichen Mensch unbekannt gewesen.
Die Mauern von Nürnberg liegen bereits ein gutes Stück hinter uns. In gemütlichem Tempo geht es vorbei an Äckern und Wiesen entlang eines mit Holunderbüschen gesäumten Holwegs. Das Wetter ist angenehm kühl für Ende Juli, ideal für unseren Ausflug. Am Himmel über uns singt eine Lerche und die ersten Dolden der Holundersträucher sind bereits reif.
Kurz bevor die ersten Dächer von Thon in Sicht kommen finden wir ein schönes Plätzchen zum Rasten und beschließen dort den Nachmittag zu verbringen.
Aus den Blumen ließe sich ein schöner Kranz flechten, wenn da nicht…
Die einen genießen ein wenig Zweisamkeit…
…die anderen verbringen die Zeit mit Gesellschaftsspielen. Boppo will unbedingt ein neues Spiel ausprobieren, von dem ihm ein Bekannter erzählt hat, „Beindrücken“. Es ist gar nicht so leicht wie es vielleicht aussieht.
Nächstes Mal lasse ich dich aber nicht gewinnen.
So Mädels, jetzt zeigen wir den Herren mal wie man richtig tanzt.
Dam da da dada dam dam…
…aahh Vorsicht!
Immer wieder sehr beliebt ist „Blinde Kuh“. Sebald ist als erster an der Reihe.
“Fang mich doch, fang mich doch…”
“Gleich hab ich dich!”
Da ist Boppo etwas zu langsam gewesen…
…und Lora war zu unvorsichtig.
“Wo seid ihr denn alle?”
Viel zu früh ist es Zeit sich wieder auf dem Heimweg zu machen, das Abendessen wartet und die Männer wollen sich hinterher noch auf einen Becher Bier im Schwarzen Kreuz, in der Nähe des Weinmarktes, treffen.



















