Die Bandbreite an mittelalterlichen Gebrauchsgegenständen umfasst auch Objekte, welche nicht unbedingt der Haushaltsführung zuzuordnen sind, aber dennoch im täglichen Leben eine große Rolle spielten.
Die Ergebnisse der Nürnberger Fundkomplexe umfassen schwerpunktmäßig Keramik-, Glas- sowie einige wenige Holzfunde. Verschwindend gering sind Funde aus Metall, Buntmetallen sowie Leder und Textilien. Viele dieser Gebrauchsgegenstände haben die lange Liegezeit im Boden aufgrund der Bodenverhältnisse nicht überdauert. Einiges wurde bis dato zwar geborgen, jedoch der Öffentlichkeit noch nicht oder nur in Teilbereichen zugänglich gemacht.
In Bereichen, wo örtliche Funde keinen Anhaltspunkt liefern können, müssen uns deshalb zur Rekonstruktion der Gegenstände Funde aus anderen, nichtregionalen Grabungen, weiterhelfen.
Auch Bild- und Textquellen müssen bei der Rekonstruktion zu Rate gezogen werden, wobei jedoch Bildquellen als Grundlage für Rekonstruktionen bei Sachgütern durch künstlerische Freiheit in der bildlichen Darstellung nur sehr bedingt geeignet sind.