Nähnadel
Generell: Es ist anzunehmen, dass wohl in jedem Haushalt nahezu täglich kleinere Näharbeiten anfielen, die mit solchen Nähnadeln bewältigt worden sein dürften. In Nürnberg weißt der Beruf des Nadelmachers auf jeden Fall auf eine bestehende Nachfrage hin.
Nähnadeln dürften somit im späten Mittelalter ein wohl in jedem Haushalt vorhandenes, jedoch heute nur noch selten im archäologischen Kontext nachzuweisendes Utensil sein.
Quelle: Alexander Niederfeilner, “Vom Dorf zur Metropole, die Stadtkerngrabung Theaterquartier in Freiberg/Sachsen”, hier eine Nähnadel aus Messing mit der Kat.Nr 0575. Der Typ der gezeigten Nähnadel mit langem Öhr ist zudem in London von der 2. Hälfte des 12. Jh. bis in die Mitte des 15. Jh. nachweisbar, dort überwiegend aus Kupferlegierungen.
