gedrechselte Schalen

4 HolzschalenQuelle: “Holzfunde aus Freiburg/Augustinereremitenkloster und Konstanz”, Ulrich Müller, hier Tafel 2, Objekt Nr. 10, sowie Funde aus dem Nürnberger Komplex “Wirtshaus zum wilden Mann”, hier die Funde mit den Inventarnummern HG 12 271, HG 12272, HG 12273, datiert in das 14. Jahrhundert.

Generell: Solche einfachen Schalen sind dem Küchen- und Tischgeschirr zuzurechnen. Aus Holz gedrechselte Schüsseln und Teller zählen neben Keramikfunden zu den in archäologischen Grabungen am häufigsten nachweisbaren Alltagsgegenständen. Vor allem ab dem 14. Jahrhundert sind diese in Latrinenfunden in grösserer Zahl nachweissbar, werden jedoch auch schon davor in diversen Bild- und Textquellen greifbar.

Rekonstruktion: Aus Ahorn gedrechselte Schalen mit Standboden und einem max. Durchmesser von 14 cm. Obwohl lt. Angaben der entsprechenden Publikation über die Funde aus dem Komplex zum wilden Mann solche Schalen wohl allesamt aus Buche gefertigt wurden, haben wir uns für eine Rekonstruktion aus Ahorn entschieden, da sämtliche regional greifbaren Funde (z.B. der Komplex aus der Spitalkirche Bad Windsheim, die Bayreuther Holzobjekte u.a.) zeigen, dass wohl Ahorn regional als hauptsächlich verwendetes Material für die Anfertigung von Tisch- und Küchengeschirr gelten kann.