Henkelkanne Forchheim

Forchheimer Henkelkanne Skt. Martinstraße 16

Quelle: Die Vorlage stammt aus einem Fund aus Forchheim aus der St. Martin Straße 16, Inv.-Nr. 05965/24, Katalognummer 172. Der Fundkomplex datiert auf die Zeit um 1400. Beschrieben wird das Objekt in der Inaugural-Dissertation von Luitgard Löw “Keramik des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit aus dem westlichen Oberfranken”.

Beschreibung des Originales und der Fundzusammenhänge: Der Boden des Objektes ist zur Mitte hin aufgewölbt, es besitzt einen kurzen Fuß, eine schlanke Wandung, die Mündung ist dreifach profiliert, das Objekt weißt einen aus dem Rand gezogenen, kleinen Ausguss sowie einen randständigen Bandhenkel auf, welcher auf den Gefäßbauch aufgesetzt und verstrichen wurde.

Die Maße des Objektes: Bodendurchmesser 7,80 cm, Höhe 19,70 cm, Randdurchmesser 9,70 cm. Das Original ist sandgelbe Drehscheibenware mit feinem, elfenbeinfarbenem Scherben und wurde mittelhart gebrannt, Fundort war in Forchheim in der Skt. Martinstraße 16. Der gesamte Fundkomplex wurde auf um 1400 datiert.

Quellenlage/Vergleich: Diese Kannenform blieb, wie verschiedene regionale und überregionale Funde bezeugen, besonders lang in Gebrauch. Dabei unterschieden sich die regionalen Formen kaum voneinander. Vergleiche hierzu z.B. einen Fund aus Nürnberg sowie ein archäoligisch erst aktuell erfasstes, vergleichbares Fundstück in Bayreuth (Bischof 2006).

Diese Rekonstruktion ist eine Arbeit von Anna Axtmann.