Nürnberger Glutpfanne
Quelle: Das Objekt wurde 2005 im Rahmen einer Ausstellung präsentiert und befindet sich im Besitz des naturhistorischen Museums Nürnberg.
Beschreibung des Originales und der Fundzusammenhänge: Der Fund war in zwei große Teile zerbrochen und konnte daher in seiner vollständigen Form ohne Ergänzungen restauriert werden. Zu den verwendeten Materialien des Original – Objektes können leider keine genaueren Aussagen gemacht werden, anhand der Oberflächenstruktur und der Farbe des Objektes kann angenommen werden, dass das Original klingend hart gebrannte weiße Drehscheibenware ist. Auch über den Fundort sowie Fundumfeld, Fundhergang oder eventuelle Zusammenhänge mit anderen Fundobjekten können keine genaueren Aussagen gemacht werden. Die Datierung wurde relativ grob auf das 14. Jahrhundert festgesetzt. Genauere Umstände, welche zur Datierung beigetragen haben, sind nicht eroierbar.
Generell: Trotz der Tatsache, dass das Objekt durch das Museum als “Grape” klassifiziert wurde, sind wir zur Ansicht gekommen, dass es sich hierbei eher um eine sogenannte “Glutpfanne” handeln könnte. Für diesen Umstand spricht, dass das Original im Inneren Rußspuren zeigt, während es aussen, und vor allem an den Standbeinen so gut wie keine Spuren einer Hitzeeinwirkung gibt, die bei Verwendung als Grape normal wären, da diese mit den Beinen direkt in der Glut steht. Die praktische Verwendung einer solchen Glutpfanne zeigt z.B. das “Stundenbuch” The Hague, KB, 76 F 21, Folio 13r, Paris 1400-1410.
Diese Rekonstruktion ist eine Arbeit von Anna Axtmann.


