Kochtöpfe Nürnberg Weißgerbergasse
Quelle: Verschiedene Originale befindet sich im Besitz des Naturhistorischen Museums Nürnberg und wurden 2005 anlässlich einer Ausstellung präsentiert.
Beschreibung des Originales und der Fundzusammenhänge: In welchem Zustand die Objekte aufgefunden wurden, kann, da dies seitens des Museums nicht weiter schriftlich fixiert wurde, nicht näher beschrieben werden. Die Objekte zählen zu der Kategorie der sog. Standbodentöpfe, welche gegenüber den früheren Kugeltöpfen einen planen oder zur Mitte hin gar eingezogenen Borden besitzen. Die Töpfe zeigen ein schlankes, entweder leicht gewölbtes oder konisch ausgeformtes Unterteil, der Bereich der größten Körperauswölbung findet sich fast durchweg in der oberen Gefäßhälfte. Alle Töpfe sind zur Halszone hin stark eingezogen, die Kragenränder ausladend gestaltet. Zu Verarbeitung und Scherben können keine genaueren Angaben gemacht werden, vermutlich sind die Originale weiße Drehscheibenware, Fundort war laut Ausstellungsangaben in der Weißgerbergasse, genauere Umstände zum Fundumfeld, Fundhergang oder eventuelle Zusammenhänge mit anderen Fundobjekten sind leider nicht bekannt. Die Datierung wurde relativ grob auf das 14. Jahrhundert festgesetzt. Genauere Umstände, welche zur Datierung beigetragen haben, sind nicht eroierbar.
Quellenlage/Vergleiche: Vergleichbare Funde stammen aus den Nürnberger Fundkomplexen “Am Weinmarkt 11” und “obere Krämersgasse 12”. In beiden Komplexen wurde eine Vielzahl dieser Kochtöpfe aufgefunden.
Generell: In der spätmittelalterlichen Küche wurde eine Vielzahl von Koch- und Vorratstöpfen für die Zubereitung von Speisen und Lagerung von Lebensmitteln benötigt. In der Regel wurden, abgesehen von eisernen Wasserkesseln, Tontöpfe zum Kochen benutzt. Diese wurden, zum Garen der Speisen, auf dem gemauerten Herd nahe an das in der Mitte brennende Feuer geschoben.
Diese Rekonstruktion ist eine Arbeit von Anna Axtmann.
