Einfußarmbrust

Allgemein: Armbruste stellten einen wichtigen Teil der Bewaffnung städtischer Truppen dar. Im Gegensatz zu Nahkampfwaffen ist ihr Gebrauch schnell zu erlernen, wodurch sie sich gut für Truppen eignen, die nicht aus professionellen Kämpfern bestehen. Also beispielsweise städtischen Aufgeboten, die sich hauptsächlich aus der arbeitenden Bevölkerung eines städtischen Gemeinwesens rekrutierten.
Aufgrund ihrer relativ hohen Anschaffungkosten befanden sich Armbruste in größerer Stückzahl oft in stadtischem Besitz und wurden bei Bedarf, oder zu Übungszwecken an die entsprechenden Einheiten ausgegeben.

Die Einfußarmbrust des 14. Jahrhunderts ist gekennzeichnet durch die stumpfwinklig nach hinten geneigte Abzugsstange. Vor allem ihre sehr schlanke, lange Säulenform entspricht der Stilistik die der gotischen Architektur.

Der Begriff “Einfußarmbrust” lässt sich durch den Spannvorgang erklären. Hierbei wird ein Spannhaken am Gürtel des Schützen in die Sehne eingehängt. Mit dem Fuß im Steigbügel wird die gesamte Armbrust dann nach unten gedückt. So lange, bis die Sehne am Spannhaken auf Höhe der Nuss ist und in diese “einrasten” kann.

Bevor sich im 15. und 16. Jahrhunder Stahlbögen durchzusetzen beginnen, bestehen die Bögen von Armbrusten aus Holz oder einer Komposit-Konstruktion aus Hornschichten und Sehnen, die miteinander verleimt wurden. Ein sehr Zeitaufwändiger Arbeitsprozess.